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Sky Liveview – Sterngucker

Dies ist eine weitere Idee, die ich schon länger im Kopf habe … Eine Applikation zur Liveansicht des Himmels mit einer sehr lichtstarken Optik, die Satelliten, Flugzeuge und Meteore erkennt. Die Satelliten sollen mit Namen gekennzeichnet sein, Sterne und andere Himmelskörper ebenfalls.

Datenquellen

  • Satelliten über den TLE-Datensatz (NASA/NORAD Two Line Elements Format). Zwei Zeilen mit 69 Zeichen beinhalten mittlere Bahnelemente zu einem Referenzzeitpunkt. Diese kommen aus einem Katalog für jedes erfasste Objekt im Erdorbit und werden bei CelesTrak veröffentlicht.
  • Sterne aus dem GAIA-Katalog der ESA. Der Astrometrie-Satellit vermaß von 2013 bis 2025 den gesamten Himmel. Die dritte Datenveröffentlichung (DR3) enthält Position, Parallaxe, Eigenbewegung und Helligkeit von rund 1,8 Milliarden Sternen.

Optiken

  • 7Artisans 35 mm f/0,95 ist eine preiswerte Foto-Optik für APS-C. Brennweite 35 mm, manueller Fokus.
  • Sky-Watcher HAC 125 DX ist ein 5-Zoll-Astrograph (Honders-Advanced-Catadioptric) mit f/2, Brennweite 250 mm.

Als Filter kommen UV/IR-Cut-Filter oder Infrarot-Passfilter bei 720 nm zum Einsatz. Der UV/IR-Cut begrenzt das Licht auf das sichtbare Spektrum, in dem GAIA-Helligkeiten und Standardphotometrie definiert sind. Der IR-Filter sperrt das Sichtbare aus und lässt nur das nahe Infrarot passieren – leichter Dunst wird durchlässiger und Seeing wird gut unterdrückt.

Für die Fokussierung gibt es eine softwaremäßige Hilfe. Bei f/0,95 und f/2 ist die Schärfentiefe winzig, der Temperaturdrift über eine Nacht reicht, um den Fokus deutlich zu verschieben. Die Software assistiert mit der Halbwertsbreite (FWHM).

Später: Messung der Himmelsqualität

In einer zweiten Ausbaustufe kommen Features zur Messung der Himmelsqualität hinzu.

  • Mit einem Bessel-V-Filter wird eine photometrische Analyse der Himmelshelligkeit möglich. Das V-Band liegt bei 551 nm und ist die Referenz der visuellen Photometrie. Aus dem Bild lässt sich die Himmelshelligkeit in Magnituden pro Quadratbogensekunde bestimmen – die Standardgröße eines Sky Quality Meters (SQM). Der Abgleich mit GAIA erlaubt es, für jeden Stern die Helligkeit zu ermitteln. Die Differenz ist ein Maß für Extinktion und Lichtverschmutzung. Über diesen Weg lässt sich dann auch die Helligkeit anderer natürlicher und künstlicher Objekte bestimmen.
  • Durch Beobachtung über mehrere Stunden soll es möglich werden, die Lichtverschmutzung durch Satelliten und Flugzeuge zu beurteilen.
  • Eine lose Messreihe dokumentiert Veränderungen über Monate und Jahre. Keine durchgetaktete wissenschaftliche Kampagne, sondern fortlaufende Aufnahmen, wenn Wetter und Zeit es erlauben.