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1 Jahr Amateurfunk

Heute, auf den Tag genau, vor einen Jahr, habe ich meine Prüfung zur Lizenzklasse E bei der Bundesnetzagentur in Dortmund abgelegt und bestanden – ein Rückblick …

Rückblick – was bisher geschah

Ich habe bereits einiges probiert und praktiziere mittlerweile eine größere Bandbreite an Funkthemen. Nachfolgend will ich mal viele meiner Stationen in Stichpunkten aufzählen.

In den ersten Wochen habe ich mich mit Lora-APRS bzw. APRS beschäftigt und später auch mit MeshCom 4.0. Das lag daran, dass ich bereits mit LoRaWAN (The Things Network) und Meshtastic Erfahrung hatte und das Thema LoRa weiter ausbauen wollte.

Bedingt durch Aussagen, dass ich aus der Innenstadt (Balkon) heraus, ohnehin kaum etwas erreichen könnte – maximal Deutschland und ggf. etwas Europa – begann ich erst im Oktober 2025 endlich mal Kurzwelle zu testen. Vorweg: Im nachhinein war mir klar geworden, dass ich mich hier ausbremsen lies, weil einige OM sich immer auf SSB (Phonie/Voice) bezogen und missachteten, dass ich mit FT8 arbeiten wollte.

Anfangs funkte ich QRP (5 Watt) mit meinem Xiegu X6200 und einer MagLoop-Antenne auf 15m. Den ersten QSO (FT8) hatte ich mit einer Station in Rumänien. Am folgenden Tag hatte ich mit Kasachstan und USA auch meine ersten DX-Verbindungen im Log. Nur wenig später kam eine Micro PA50-3 dazu. Mit reduzierter Leistung (20 Watt) stellten sich schnell weitere Erfolge mit FT8 ein. Allerdings „grillte“ ein ALC-Overshoot irgendwann einen Poti der MagLoop …

Ich stieg schnell, für 10m und 15m, auf eine vorhandene Inverted-V (Indoor) um und kurze Zeit später, wegen EMV, auf Ampro-10/Ampro-15 Monoband Vertikal-Antennen, mit eigentlich zu kurzen Radialen, auf den Balkon – die seitdem recht gut performen. Somit war dann auch der Betrieb mit 50 Watt sicher durchführbar.

Der Xiegu X6200 mit der Micro PA50-3 wurde später durch ein Yeasu FTX-1 und der PA Yaesu SPA-1 „ersetzt“.

Im Winter 2025/2026 experimentierte ich auch mit 80m (ganz Europa / DX nach Kasachstan) und 160m (bis in die Ukraine).

Zwischendurch startete ich auch mit 2m (und 70cm) inkl. erste Versuche mit Meteor-Scatter (MSK144) bei den Quadrantiden (Anfang Januar 2026). Wobei ich mit damals nur 10 Watt auch nur einmal auf den Färöer Inseln zu hören war. Und vor kurzem auch Sporadic-E – größte Entfernung ca. 1850 km (Süd-Spanien). Der normale max. Senderadius mit 2m/70cm ist bei mir etwa 500 km.

Mit Transverter und PA von SG-Lab konnte ich auch einige Erfahrungen auf 23cm und mit „Gebäude-Scatter“ sammeln.

Etwas WSPR war auch dabei …

Ich habe mein Equipment, über die Zeit, immer weiter ausgebaut und optimiert. In den nur 12 Monaten hat sich viel getan.

„Meine“ bisherige Weltkarte (QRZ.com)

grün/gelb = erfolgreich
rot = leider bisher kein Erfolg

Eine kleine Statistik (Stand: heute)

Anzahl QSO2371
Kontinente6
Länder100
DXCC117

Ausblick – was kommen wird

Ich habe mich bisher viel mit Ausbreitungsbedingungen, im Zusammenhang mit Sonnenaktivität und Wetter, beschäftigt. Diesen Wissensbereich werde ich weiter ausbauen. Zu einzelnen Themen wird es zukünftig mehr Artikel und Weiterentwicklungen bei den bisherigen Microsites geben.

In den nächsten Tagen stehen erste echte Sendeversuche mit Meteor-Scatter beim Perseiden-Höhepunkt an. Auch weitere Meteor-Back-Scatter Versuche mit GRAVES evtl. auch BRAMS (Passiv-Radar) stehen noch aus.

Weitere Themen könnten auch EME (Moon-Bounce) und mehr Mikrowellenfunk 13cm/6cm/3cm sein.

Man wird sehen, was noch kommt …

73 de DO6SJR